Wirtschaft
von Morgen

Um unser Wirtschaftssystem zukunftsfit zu machen, gibt es eine zentrale Faustregel: es gilt mit den Rohstoffen und Ressourcen auszukommen, die unser Planet jährlich zur Verfügung stellt.

Was momentan noch eine Mammut-Aufgabe für ist, denn wir verbrauchen jedes Jahr mehr, als diese eine Erde zur Verfügung stellen kann. In Mitteleuropa ‚verbrauchen‘ wir sogar in etwa 3 Erden. Womit wir auf Kosten anderer Menschen und auf Kosten kommender Generationen leben. Das lässt sich aber ändern.

Weniger Ressourcen ≠ weniger Wohlstand

Denn weniger Ressourcen zu verbrauchen bedeutet nicht automatisch Verzicht und Wohlstandsverlust. Auch eine ressourcenschonende Wirtschaft kann viel Lebensqualität bieten. Ziel ist es, die echten Bedürfnisse aller Menschen gut abzudecken und gleichzeitig weniger Rohstoffe, Materialien aber auch weniger Energie zu verbrauchen.

Wirtschaft in neue Bahnen bringen

Ideen dazu, wie unser Wirtschaftssystem in Richtung Nachhaltigkeit umgekrempelt werden könnte, gibt es viele z.B.

Die EU möchte mit dem ‚Green New Deal‘ Europas Wirtschaftssystem nachhaltig umgestalten. Die Latte liegt hoch: man möchte damit der erste klimaneutrale Kontinent werden.

Ab jetzt: Kreislaufwirtschaft

Der Name ist Programm: die Kreislaufwirtschaft soll Schluss mit der Ressourcen-Verschwendung und Wegwerf-Kultur machen. Man versucht Rohstoffe solange wie möglich zu nutzen. Unter anderem durch langlebige, reparierbare und vollständig recyclingfähige Produkte. Aus Wertschöpfungsketten werden Wertschöpfungskreisläufe. Auch die Energie für Herstellung und Transport kommt aus erneuerbaren Quellen.

In der EU wird Kreislaufwirtschaft vor allem in folgenden Schlüsselbereichen in den nächsten Jahrzehnten stark gefördert: Textilien, Elektronik, Lebensmittel, Wasser und Nährstoffe, Verpackungen, Batterien und Fahrzeuge, Bauwirtschaft und Gebäude (Aktionsplan Kreislaufwirtschaft).

Unternehmen mit Pioniergeist

Viele Unternehmen haben mittlerweile erkannt, dass dem Wachstumsgedanken planetare Grenzen gegenüberstehen. Pionierunternehmen, wie die österreichische Druckerei Gugler oder die deutsche Outdoor-Firma Vaude, setzen verstärkt auf Gemeinwohlbilanzierung, organisches Wachstum und Kreislaufwirtschaft. Wofür man – wie sich immer deutlicher zeigt – nicht nur mit nationalen und internationalen Preisen belohnt wird, sondern auch mit Resilienz.  

Neues Geld

Die vergangenen Wirtschaftskrisen haben einige der Soll-Bruch-Stellen des heutigen Finanzsystems ans Licht gebracht (z.B. die zu hohe Giralgeldschöpfung). Wie Alternativen aussehen könnten? Diskutiert werden z.B.

  • der Wandel hin zu demokratischen, ethischen Banken
  • die Abkehr von Fonds und spekulationsanfälligen Finanzprodukten,

und viele weitere.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.